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Umweltschutz

Umweltschutz geht uns alle an!

Im Alltag von Kindern und Jugendlichen sowie bei Veranstaltungen der DLRG-Jugend ist der Umweltschutz mehr und mehr ein Thema. Spätestens seit „Fridays for Future“ sind Klima und Umwelt in aller Munde. Vielleicht fragt ihr euch, was macht ihr mit altem Material oder Müll, den ihr im Lager oder nach einer Veranstaltung aussortiert? Was solltet ihr wissen um mit eurer Gruppe nachhaltige Aktionen durchzuführen und wo bekommt ihr dieses Wissen her?

Das Arbeitsfeld Klima & Umwelt hat einen Flyer (Bezug über die DLRG-Materialstelle) für Kinder und Jugendliche mit Umweltregeln erstellt, der einen leicht verständlichen Überblick gibt, was jede*r im Alltag beachten kann.

Außerdem gibt es begleitend zum Flyer eine Broschüre (Bezug über die DLRG-Materialstelle), die viele Hintergrundinfos enthält und Ideen für Aktionen zusammenfasst.

Viele weitere Ideen und Anleitungen sind im Internet verfügbar, hier gibt es daher ergänzend eine Übersicht zu einigen Aktionen aus der Broschüre mit weiterführenden Links und Tipps.

Seit einigen Wochen ist es nun aufgrund der Corona-Pandemie nicht mehr möglich Aktionen und Veranstaltungen wie geplant durchzuführen. Dennoch lassen sich einige Aktionen aus unserer Reihe zum Umweltschutz durch kleine Anpassungen auch unter den Voraussetzungen des Social Distancing durchführen. Wie diese Anpassungen aussehen können haben wir euch direkt unten bei der jeweiligen Aktionsbox dargestellt. Schaut einfach nach!

AKTION | Klimafrühstück

Organisiert ein Klimafrühstück. Kauft dazu Lebensmittel ein und bereitet gemeinsam euer Frühstück zu. Dabei könnt ihr euch in Kleingruppen die Lebensmittel genauer anschauen und versuchen, die Geschichte der Produkte herauszufinden. Anschließend berichtet ihr den Anderen davon, welche Produkte besonders klimafreundlich sind oder welche z.B. aus der ökologischen oder sozialen Sichtweise heraus nicht mehr konsumiert werden sollten.

Auch in Zeiten von Social Distancing lässt sich ein gemeinsames Klimafrühstück gestalten ;-)
In den meisten Bundesländern ist der Aufenthalt draußen und auch gemeinsam mit einem weiteren Haushalt wieder erlaubt – so lässt sich ein Frühstück ganz einfach nach draußen verlagern und als gemeinsames Picknick gestalten. Legt einfach die Picknickdecken etwas weiter auseinander und genießt das derzeit schöne Wetter draußen.

Die Kontaktstelle für Umwelt und Entwicklung e.V. hat erstmals ein Klimafrühstück gestaltet und eine Anleitung zur Verfügung gestellt. Diese kann auch nach freier Kreativität abgewandelt und/oder ausgestaltet werden.

AKTION | Kleidertauschparty

Sogenannte Kleidertauschpartys sind schon in vielen Städten zu einem Event geworden. Das Prinzip ist ganz einfach: Gebrauchte, aber gut erhaltene Kleidung, die ihr selbst nicht mehr benötigt, könnt ihr auf einer Kleidertauschparty gegen andere Kleidungsstücke tauschen die euch gut gefallen. TIPP: Dieses Prinzip kann auch auf Vereinskleidung übertragen werden.

Während der Corona-Situation sind Kleidertauschparties am besten zu verschieben auf einen späteren Zeitpunkt. Natürlich können Kleider weiterhin online gesucht/gefunden und danach versendet werden. Achtet selbstverständlich auf die Sauberkeit der Kleider bei Ankunft und gebt sie bei Bedarf vor dem Tragen in die Wäsche.

Weitere Infos zu Kleidertauschpartys, zum Beispiel Infos wo ihr eine solche Party besuchen könntet, findet ihr auf kleidertausch.de! - Hier gibt es auch eine Checkliste, die euch dabei hilft, selbst eine Kleidertauschparty zu organisieren.

Eine weitere hilfreiche Übersicht mit Tipps und Tricks gibt es von smarticular.

Ihr könnt euch auch einfach das folgende Video ansehen, um mehr über Kleidertauschpartys und die Hintergründe warum das eine tolle Sache ist zu erfahren.

AKTION | Plogging

Die Bezeichnung dieser neuen Trendsportart setzt sich aus dem schwedischen „plocka“ (aufheben) und Jogging zusammen. Eine meist selbstorganisierte Gruppe von Menschen geht Joggen und sammelt dabei, mit Handschuhen und Müllbeutel ausgestattet, Müll auf. Dadurch soll der Vermüllung der Umwelt entgegengewirkt werden. Diese Grundidee lässt sich auch auf weitere Aktivitäten ausweiten und verbinden: Jede Art von Ausflug oder Spaziergang eignet sich dafür, Müll einzusammeln. Beispielsweise auch der Weg hin oder zurück zur wöchentlichen Kinder-/Jugendgruppe oder zum Training. Wenn der Müll anschließend auch noch richtig sortiert wird, kann er wahrscheinlich sogar recycelt werden und landet nicht in Bächen, Flüssen oder (Bade-)Seen

...Dadurch soll der Vermüllung der Umwelt entgegengewirkt werden. Diese Grundidee lässt sich auch auf weitere Aktivitäten ausweiten und verbinden: Eine weitere Variante ist „Fill the bottle“, bei dem vor allem Zigarettenstummel aufgelesen werden, die in eine Flasche gefüllt und gezählt werden können. Daraus lässt sich leicht ein Wettbewerb gestalten, der Jugendliche sicherlich motiviert ihre Flasche möglich voll zu bekommen. Jede Art von Ausflug oder Spaziergang eignet sich dafür.

Für die Zeiten des Social Distancing wäre es eine Möglichkeit, das Plogging zu zweit durchzuführen und sich auf Abstand zu halten, beispielsweise indem eine*r auf der rechten und eine*r auf der linken Seite läuft und dort den Müll aufsammelt.

Bei Utopia gibt’s zum Thema Plogging weitere Infos.

Und die Mitarbeiter*innen von Galileo haben einen kurzen Erfahrungsbericht als Video gedreht.

AKTION | Upcycling

Beim Upcycling bekommen alte, nicht mehr verwendbare oder verwendete Gegenstände und Müll ein zweites Leben. Mit ein bisschen Kreativität lassen sich oft schnell neue Alltagsgegenstände herstellen. Für Kinder und Jugendliche kann es auch interessant sein, einfache Figuren, Fantasiewesen oder Fahrzeuge selbst herzustellen und ihre Kreativität auszuleben. Überlegt gemeinsam, ob ihr aus eurem Müll andere tolle Gegenstände herstellen könnt.

Eine Anleitung zu ganz einfachen Samenpots aus Klopapierrollen findet ihr hier. Damit könnt ihr prima kleine Pflänzchen auf der Fensterbank vorziehen und später ins Beet oder einen Balkonkasten auspflanzen.

Für den schnellen Schutz eurer Mitmenschen, lässt sich ein Mundschutz ganz leicht und ohne Nähen aus einem alten T-Shirt herstellen – vielleicht habt auch ihr noch alte DLRG-Jugend Veranstaltungsshirts zu Hause? Die Anleitung dazu findet ihr hier.

Unter dem Stichwort „Upcycling“ findet ihr im Internet zahlreiche Anregungen, zum Beispiel bei GEOlino,  Utopia oder der DIY Academy e. V.

AKTION | Unverpackt-Laden

In vielen Städten gibt es inzwischen Unverpackt-Läden, in denen die Lebensmittel in eigenen mitgebrachten Behältern gekauft werden können. Hier werden oft auch Führungen für Gruppen angeboten. In diesem Zuge können auch Jutebeutel gestaltet werden, um sie beispielsweise beim Einkauf beim Bäcker zu nutzen. Auch Wachstücher zum Einhüllen von Lebensmitteln kann man einfach selbst herstellen. Mit einem selbst gewählten Stoff sehen sie gut aus und sind eine echte wiederverwendbare Alternative.

Geht gerne auch in Corona-Zeiten weiterhin zu eurem Unverpacktladen. Die Läden bieten Hygienemaßnahmen an, sodass ihr ohne Sorge verpackungsfreie Lebensmittel nach wie vor einkaufen könnt.

Eine Übersicht von Unverpackt-Läden in Deutschland, Österreich und Schweiz sowie online, ist  bei Einfach Zero Waste leben! zu finden. Eine weitere Übersicht findet ihr bei Wastelandrebel. Mit etwas Erklärung gibt es auch bei smarticular eine Übersicht oder bei Utopia

Wie ihr Wachstücher selbst herstellen könnt, erfahrt ihr bei smarticular - damit sagt ihr Frischhalte- und Alufolie ade!

Und was passiert mit Essen, das einfach übrigbleibt? Meist wird es weg geworfen. Es gibt es allerdings eine schlauere Lösung – mit der App "To good to go". Hier ist sie auch im Video erklärt. Und in diesem Video seht ihr wie einfach das funktioniert.

AKTION | Mikroplastik

Mikroplastik ist in vielen Kosmetikprodukten, Shampoos oder Sonnencreme enthalten. Informiert euch über die Produkte, die ihr in eurer Gruppe mit den Kindern und Jugendlichen verwendet werden und schaut, ob sie Mikroplastik enthalten oder nicht. Startet gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen eine kleine Aufklär- und Ausmistaktion und stellt im Rahmen dessen selbst Shampoo her.

Mikroplastik lässt sich auch in Corona-Zeiten weiterhin vermeiden. ;-)

Beim BUND e.V. findet ihr eine Übersicht in welchen Produkten sich Mikroplastik versteckt.

Hier gibt es Anleitungen, um Shampoo selbst herzustellen.

Oder auch hier. Und hier gibt es weitere Alternativen zu Shampoo.

AKTION | Neues Zuhause

Starte mit deiner Kinder-/Jugendgruppe gemeinsam kleinere Projekte, die der Umwelt nützen. Beispielsweise könntet ihr neuen Lebensraum für bedrohte Tierarten schaffen. Insektenhotels oder Vogelhäuschen lassen sich einfach bauen. Auch das Pflanzen von Wildblumen freut Insekten und besonders die Bienen. So genannte Samenbomben lassen sich sogar einfach und schnell selbst herstellen.

Auch das Bauen von Behausungen ist unter Social Distancing möglich. Insbesondere bei den Nistkästen lassen sich leicht selbst Bausätze anfertigen, die ihr dann euren Teilnehmenden zusenden oder aber einfach vor die Tür legen könnt. Eure Teilnehmenden brauchen dann nur noch einen Hammer und schon kann es losgehen! Der fertige Nistkasten kann dann auch noch nach Belieben ganz individuell bemalt werden. Die tollen Ergebnisse können anschließend zum Beispiel auf Instagram oder Facebook gepostet werden.

Wie ihr einen Nistkasten für Vögel selbst bauen könnt, erfahrt ihr auf der Webseite des NABU

Schöne Behausungen für Insekten gibt es beim NABU ebenfalls zu bauen.

In der „Mission Grün“ findet sich eine einfache Schritt für Schritt Anleitung (mit Video).

Eine leicht verständliche Anleitung (Audio) gibt es auch vom SWR.

AKTION | Sichttiefe bestimmen

Um die Qualität von Badegewässern zu bestimmen, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Neben der chemisch-physikalischen Untersuchung kann auch die Sichttiefe bereits einiges über das Gewässer verraten, diese lässt sich ganz einfach selbst bestimmen:

Material: Ein Ziegelstein, eine weiße Platte/Brett/dicker Kunststoffteller 
(30 cm x 30 cm), 10 m Schnur/Seil, Gewebeband, wasserfester Stift.

Bau der Sichtscheibe: Nehmt den Ziegelstein und bindet das etwa 10 m lange Seil daran fest. Über dem Stein wird das weiße Brett waagerecht befestigt. Markiert das Seil in einem Abstand von 25 cm, am besten mit dem Gewebeband und schreibt darauf mit einem umweltfreundlichen, wasserfesten Stift die cm-Markierungen.

Messung: Lasst die Scheibe nun an mehreren Stellen im Wasser langsam runter, bis sie gerade so nicht mehr zu sehen ist, nun könnt ihr die Sichttiefe ablesen. Messt am besten dreimal an derselben Stelle und errechnet den Mittelwert.

Je geringer die Sichttiefe ist, desto höher ist die Algenkonzentration und das Nährstoffangebot. Dadurch kann auch das Risiko für ein erhöhtes Bakterienaufkommen steigen.

Sichttiefe

Algen und Nährstoffangebot

1 m oder weniger      

Sehr hoch

1 m bis 2,5 m

Hoch

2,5 m bis 5 m

Mäßig

5 m oder mehr

Gering

 

Eine Tabellenvorlage zum Eintragen der Werte findet ihr hier (PDF, 191 kb).

Weitere Möglichkeiten, die Qualität eines Sees zu bestimmen, findet ihr hier (in der Lehrerhandreichung ab Seite 120).

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